Die Vierbindige Furchenbiene ist zurück

Was für ein großartiger Erfolg für den Artenschutz direkt vor unserer Haustür. Fast auf den Tag genau zur gleichen Zeit wie im Vorjahr wurde die Vierbindige Furchenbiene (Halictus quadricinctus) wieder auf der Gleueler Wiese gesichtet und fotografiert.Was wie ein schöner Zufall wirkt, ist in Wahrheit eine Sensation für den urbanen Naturschutz: In Nordrhein-Westfalen und in der Niederrheinischen Bucht steht diese faszinierende Wildbienenart auf der roten Liste in der Kategorie 1 – sie ist also akut vom Aussterben bedroht.

Dieser wiederholte Fund im Folgejahr ist ein empirischer Indikator für eine stabile Standorttreue und eine erfolgreiche Reproduktion vor Ort. Da die Art bodennistend ist, belegt der Befund die essentielle Funktion des unversiegelten, lehmhaltigen Bodens und des dortigen Pflanzenspektrums als dauerhaftes Nist- und Nahrungshabitat.

Der Fund fügt sich nahtlos in die bestehende ökologische Datenlage des Areals ein. Die Vierbindige Furchenbiene fungiert hierbei als Indikatorart: Ihr Fortbestehen unterstreicht die ökologische Wertigkeit des Gesamthabitats, auf dem bereits mehr als 60 nachgewiesene, bedrohte Tierarten dokumentiert sind. Der wiederholte Nachweis dieser akut vom Aussterben bedrohten Wildbiene liefert den Beleg dafür, dass der Erhalt der gesamten, unversiegelten Fläche der Gleueler Wiese für den Schutz dieser hochgradig gefährdeten Artengemeinschaft zwingend erforderlich ist.

© Cristina Krippahl  4.Juli 2025 um 10:02 Uhr
© Cristina Krippahl  7.Juli 2026 um 10:25 Uhr